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Akai


Sonntag, August 05, 2012



Ich war am Samstag "Brave" oder auf deutsch "Merida - Legende der Highlands" im Kino und nun blicke ich wehmütig auf andere Pixarfilme wie Oben, Toy Story oder Findet Nemo zurück. Es ist kein Geheimnis, dass Disney Pixar übernommen hat, genauso wie es sich Ghibli und Marvel einverleibt hat, doch nun befürchte ich, dass diese Übernahme erste Resultate zeigt. 

 

Story
Merida erzählt die Geschichte der gleichnamigen Heldin, einer schottischen Prinzessin, die ihr ganzes Leben lang von ihrer Mutter auf den einen Tag vorbereitet wurde, ihre Vermählung. Der Rotschopf ist gewitzt, freiheitsliebend und vorallen mutig. Sie will sich nicht mit der Endgültigkeit ihres Schicksals abfinden und blamiert alle Heiratskandidaten in einem Bogenschießturnier. Dies führt zu Twist zwischen den einzelnen Clans und genauso zwischen der Mutter und Tochter.

Eigene Meinung
Bevor ich weiter erläutere, wie der Film so war, kommen wir mal zu meiner Verfassung nach den Film. Ich war gelangweilt, wirklich gelangweilt. Ich war schon sehr erstaunt, als ich vor einiger Zeit erfuhr, dass diese Prinzessinsgeschichte von Pixar kommt und nicht von Disney, aber noch erstaunter war ich, dass ich den ganzen Film kein einziges Mal gedacht habe, dass ich einen Pixarfilm ansehe.


Der Charme den Pixarfilme auf mich hatten, war sehr oft auf die Geschichten und die wunderbar menschlichen Charaktere zurückzuführen, auch das in Plots neue Wege eingeschlagen wurden. Ein alter Mann als Hauptcharakter, der Millionen von Heliumballons an sein Haus bindet und damit wegfliegt? Die Idee war genial! Merida hingegen greift das in meinen Augen mittlerweile abgegriffene Frauenpowerklischee auf. Ich finde es nicht schlimm dieses Klischees aufzugreifen, wenn es zumindest neu umgesetzt wird, doch Merida? Kennt ihr Gwyn? Kennt ihr Ronja Räuberstochter? Kennt ihr die rote Zora? Kennt ihr Disney's Rapunzel? Okay, an den letzten Beispiel ist zu großen Teilen auch die deutsche Synchronsprecherin schuld. Mir ist der schottische Dialekt aus den englischen Trailern im deutschen sehr abgegangen. Aber um zu Merida zurückzukommen, ganz egal wie lieb und aufgeweckt der Rotschopf ist, ihr Charakter wird in Szenen etabliert, die einfach nur mehr plump vorhersehbar sind. Die Bogenschießszene beim Turnier war cool und voller Spannung, aber alle weiblichen Robin Hoods bekommen so eine, alle!


 Der ganze Film ist Steve Jobs gewidmet und einer der Clans heißt sogar Macintosh, leider schienen im Kinosaal neben mir gerade mal so fünf andere Leute den Seitenhieb verstanden zu haben und das bei durchgehenden älteren Besuchern. Ist so etwas wirklich nicht Allgemeinbildung? Apple Macintosh, kennt man doch ö_ö oder nicht?

In Merida geht es um die innige Liebe zwischen einer Mutter und ihrer Tochter. Eine wirklich nette und liebe Geschichte und die Animation war wieder einmal großartig umgesetzt. Die Farbgebung war mystisch, das dunkle Grün Schottland, welches von blauen Irrlichtern und roten wallenden Haar durchzogen wird, traumhaft. Für Meridas Haar haben sie sogar ein eigenes Programm entwickelt, damit es physikalisch korrekt dargestellt wird. Ich meine, es kann sich wirklich sehen lassen, aber in machen Nahaufnahmen haben die andauernden wallenden Haare zu sehr von ihrer Mimik abgelenkt. Eigentlich bin ich aber schon ziemlich froh mal einen solchen Lochenkopf in 3D-Animationsfilmen zu sehen :) 


Alles in allen hat mich die Story des Filmes nicht so mitreißen können, dass ich darin versunken wäre. Der ganze Film war mir zu berechenbar, einfach nur ein weiteres Märchen, dass mit GirlsPower auffahren zu scheint, aber im Grunde nur die mittlerweile anerkannten Klischees verfestigt. Seht euch ein paar Filme mit mutigen bogenschießenden Heldinnen an und ihr wisst was ich meine ;)

Allen Märchenliebhabern empfehle ich den Film dennoch,
seht ihn euch unbedingt an! 

11 Kommentare

Boah, damit erzähst du mir aber neues! D: Das Disney Pixar verschlungen hat wusste ich ja schon, aber auch Ghibli? Wirklich? Ehrlich? Das finde ich.. herbe. Traurig. Bedenkenswert. :(

Ich habe Meridia bisher noch nicht gesehen, wollte es bisher aber immer noch unbedingt - ich finde es gut, mal eine gegenteilig eher negative Meinung von dir zu hören, leider gibt es viel zu wenige kritische Meinungen und zu viele Huldgesänge - Haare hin oder her, dass Brave sich Klischees bedient konnte man sich ja denken, aber macht sie dass denn mit einem interessanten Charakter wett?

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(Bevor ich beim lesen noch alles vergesse setze ich den Kommentar einfach mal schon an und ergänze immer wieder was =P )

1. "Kennt ihr Gwyn? Kennt ihr Ronja Räuberstochter? Kennt ihr die rote Zora? Kennt ihr Disney's Rapunzel?" .. eh.. nein.. nein (bzw. vom Namen da wir in der Grundschule eine Ronja hatte und alle immer sagten "Ronja Räüberstochter" .. eh nein.. oh ja kenne ich *hust* xD

2. "Apple Macintosh, kennt man doch ö_ö oder nicht? " .. *hust* nein? Sollte ich das wirklich kennen.. eh klar kenne ich apple. Da kommt man bei iPhone, iPod und iPad ja irgendwie nicht daran vorbei, aber wirklich interessieren tut es mich nicht o.O

3. Meine Ma & ich wollen den Film auch noch sehen, aber mal seh'n wie wir ihn finden.. bei deiner Kritik zum Film o.o aber hey .. einfach mal abwarten und gucken =P (zumindesten bin ich eine kleine Märchenliebhaberin.. *g*)

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Dazu gab es gestern einen sehr aufschlussreichen Artikel in der Presse. Die Geschichte stammt aus der Feder einer gewissen Brenda Chapman, die auch die Regisseurin sein sollte und dem Film wohl eigentlich noch viel mehr in eine eigenständig-feministische Richtung bringen wollte. Sie wurde dann aber ersetzt (durch einen Mann), aufgrund gewisser Unstimmigkeiten bei der Entwicklung, der dann anscheinend dafür gesorgt hat, das der Film wieder mainstreamiger wird und weniger feministisch-progressiv wird. Ich hätte ja gerne gesehen, was die Chapman hervorgebracht hätte. Trotz alledem hat er mir aber ziemlich gut gefallen, hat irgendwie meinen Nerv getroffen :D (Bären, schrullige alte Hexen, mystische Wälder, tolle Musik und Animation, und tolle Synchro (OV). (Übrigens hab ich erst jetzt, wo ich mal wieder Zeit zum Blog lesen hatte, gecheckt dass du auch aus Österreich bist! :D)

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Hab ich was verpasst? Dass Disney Ghibli übernommen hat ist mir ehrlich gesagt ziemlich neu und auf die Schnelle konnte ich dazu auch keine Nachweise finden. Ist es nicht vielmehr so, dass Disney lediglich die internationalen Vermarktungsrechte an deren Filme besitzt?

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@polygonien: Ich mein auch nur die Vermarktung ;)
vllt habe ich es etwas zu harsch ausgedrückt. Aber es fühlt sich eben schon ein bisschen so an als würde Disney alles kontrollieren.

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Bisher habe ich nur Gutes über den Film gelesen.
Deine Meinung sticht da heraus :D Ist aber auch sehr interessant, mal was Gegenteiliges darüber zu lesen.
Ich bin gespannt, wie ich ihn finde :)

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Ich hatte die Wahl zwischen "Brave" und "Lorax" und habe mich für letzteres entschieden. Die Kritiken dazu waren teilweise auch ziemlich bitter, was ich schon verstehen kann, aber das verwundert einen wohl auch nicht, wenn Erwachsene einen Film für Kinder kritisieren. Vielleicht schreibe ich dazu auch noch etwas. :)

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Hmm, ich war hin und hergerissen ob ich den Film sehen will oder nicht. Den ersten Trailer hatte ich vor vielen Wochen mal in der englischen Sneak gesehen und fand es irgendwie klasse - auch wenn ich durch den schottischen Akzent und vermutlich auch Redewendungen etwas Schwierigkeiten hatte. Als ich aber die deutsche Synchro irgendwann hörte, dachte ich mir auch so... naja, mal schaun xD Zumal bei dem ersten Trailer, den ich gesehen hatte auch für mich noch nicht ganz klar war, worauf es hinausläuft. Joaa, diese Frauenpowerklischee-Geschichten sind auch nicht meine liebsten Geschichten ^^ Und warum müssen es eigentlich immer Prinzessinnen sein? Schottland hingegen find ich interessant und das Haar gefällt mir auch gut xD Sag, gibt es auch einen Prinzen oder Knaben in den sie sich verliebt?
Worauf ich mich aber schon freue ist Despicable me 2 - auch wenn die zweiten Teile meist nie so gut sind... aber die Minions sind halt einfach so süß ^^

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Boah, jag mir doch mit Studio Ghibli nicht so einen Schreck ein!!! ;-)
Vermarktungsrechte und Aufkaufen ist zum Glück was ganz anders.

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"Der ganze Film ist Steve Jobs gewidmet und einer der Clans heißt sogar Macintosh, leider schienen im Kinosaal neben mir gerade mal so fünf andere Leute den Seitenhieb verstanden zu haben und das bei durchgehenden älteren Besuchern. Ist so etwas wirklich nicht Allgemeinbildung? Apple Macintosh, kennt man doch ö_ö oder nicht?"

So harsch würde ich jetzt nicht über die Allgemeinbildung anderer urteilen, denn deine Aussage stimmt so nicht ganz. Mackintosh ist der Name eines alten schottischen Clans (http://de.wikipedia.org/wiki/Clan_Mackintosh), zu dessen Ehren dann eine Apfelsorte benannt wurde und der Computer dann nach dem Apfel. Klar wird man auf der Suche nach authentischen Clannamen diese Wahl mit einem gewissen Augenzwinkern getroffen haben, aber mit der Widmung hat das nichts zu tun. Der Film ist Steve Jobs gewidmet, weil er Mitbegründer von Pixar war und "Merida" der erste Pixar-Film nach seinem Tod ist. Da war der Film aber zu großen Teilen schon fertig und die Clannamen im Script bereits gesetzt...

LG, Julia

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@Julia
Ich kenne die Hintergründe ;) aber die erste Erwähnung des Clannamens war irgendwie schon auf einen Lacher abgezielt. Ich fand es so schade, dass in meinen Kinosaal, obwohl ausschließlich ältere Leute und Teenager anwesend waren es keinen Impakt gegeben hat und der Moment einfach wieder vorbeigegangen ist.

Ich bin seit Kindesbeinen in den Computerumfeld aufgewachsen ^^ und so nehme ich manche Wissensstände einfach für selbstverständlich. Ich war sehr erstaunt, dass dies doch nicht der Fall zu sein scheint, obwohl Computer heutzutage so in unser Umfeld integriert sind. Das war kein harsches Urteil, sondern einfach ehrliches Erstaunen.

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